Marienorgel Basilika
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Die größte katholische Kirchenorgel Deutschlands
Eine kleine Einführung in den Werdegang der Orgel
von Gerhard Korthaus, Organist an der Basilika, ( Sept. 1926)
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Basilikamusik Kevelaer
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Hauptwerk (C-c4)
Principal 16 '
Bordun 16 '
Gamba 16 '
Tuba 16 '
Seraphon Principal 8 '
Principal 8 '
Seraphon Fugara 8 '
Seraphon Flöte 8 '
Flaut major 8 '
Gamba 8 '
Gemshorn 8 '
Gedackt 8 '
Violine 8 '
Trompete 8 '
Euphone 8 '
Seraphon Octave 4 '
Seraphon Fugara 4 '
Hohlflöte 4 '
Octave 4 '
Flauto 4 '
Octave 2 '
Clarine 2 '
Octavin 1 '
Quinte 5 1/3 '
Terz 3 1/5 '
Quinte 2 2/3 '
Cornett 4fach
Mixtur 5fach
Cymbel 5fach
II an I
III an I
IV an I
Pedalkoppel I
Subctavkoppel II an I
Subctavkoppel III an I
Subctavkoppel IV an I
Superoctavkoppel I
Superoctavkoppel II an I
Superoctavkoppel III an I
Superoctavkoppel IV an I
Auxilliar an I
Bombardenclavier an I
Seraphon Celesta an I
Melodiekoppel

Oberwerk (C-c4)
Viola 16 '
Gedackt 16 '
Fagott 16 '
Principal 8 '
Seraphon Gamba 8 '
Seraphon Gedackt 8 '
Cello 8 '
Quintatön 8 '
Rohrflöte 8 '
Dolce 8 '
Flaut harmonique 8 '
Vox Angelica 8 '
Trompete 8 '
Clarinette 8 '
Octave 4 '
Rohrflöte 4 '
Violine 4 '
Flauto dolce 4 '
Octave 2 '
Piccolo 2 '
Nasard 2 2/3 '
Terz 1 3/5 '
Sesquialter 2fach
Progressio 3fach
Mixtur 4fach
Cornett 5fach
III an II
IV an II
Subctavkoppel III an II
Subctavkoppel IV an II
Superoctavkoppel III an II
Superoctavkoppel IV an II
Auxilliar an II
Bombardenclavier an II
Seraphon Celesta an II

Schwellwerk (C-c4)
Tuba 16 '
Salicet 16 '
Lieblich Gedackt 16 '
Seraphon Principal 8 '
Geigenprincipal 8 '
Seraphon Concertflöte 8 '
Seraphon Violine 8 '
Salicional 8 '
Horn 8 '
Gedackt 8 '
Flaut Amabile 8 '
Aeoline 8 '
Vox Coelestis 8 '
Trompete 8 '
Oboe 8 '
Krummhorn 8 '
Vox humana 8 '
Gemshorn 4 '
Cremona 4 '
Traversflöte 4 '
Octave 4 '
Nachthorn 4 '
Clairon 4 '
Quintflöte 2 2/3 '
Flautino 2 '
Terzflöte 1 3/5 '
Harmonia 3fach
Cornett 5fach
Mixtur 5fach
Carrillon 3fach
Tremolo
IV an III
Superoctavkoppel III
Subctavkoppel IV an III
Superoctavkoppel IV an III
Auxilliar an III
Bombardenclavier an III
Seraphon Celesta an III

Fernwerk (C-c4)
Bordun 16 '
Principal 8 '
Seraphon Flöte 8 '
Gedackt 8 '
Violine 8 '
Quintatön 8 '
Aeoline 8 '
Vox Coelestis 8 '
Trompete 8 '
Cor Anglais 8 '
Labial Oboe 8 '
Octave 4 '
Traversflöte 4 '
Waldflöte 2 '
Sesquialter 2fach
Celesta
Superoctavkoppel IV
Auxilliar an IV
Bombardenclavier an IV
Seraphon Celesta an IV

Bombardenclavier
Tuba magna 16 '
Tuba mirabilis 8 '
Cor harmonique 4 '

Auxilliarwerk
Pommer 16 '
Principal 8 '
Gedackt 8 '
Salicional 8 '
Dulziana 8 '
Unda Maris 8 '
Oktave 4 '
Koppelflöte 4 '
Viola 4 '
Larigot 1 1/3 '
Cor Anglais 16 '
Hautbois 8 '
Clairon 4 '

Pedal (C - g1)
Contrabaß 32 '
Bordun 32 '
Bombarde 32 '
Principalbaß 16 '
Octavbaß 16 '
Violon 16 '
Subbaß 16 '
Salicetbaß 16 '
Posaune 16 '
Trompete 16 '
Terz 12 4/5 '
Principal 8 '
Cello 8 '
Baßflöte 8 '
Bordun 8 '
Dulciana 8 '
Trompete 8 '
Fagott 8 '
Quintbass 10 2/3 '
Terzbass 6 2/5 '
Quinte 5 1/3 '
Septime 4 4/7 '
Seraphon Fugara 4 '
Octave 4 '
Flöte 4 '
Seraphon Clarino 2 '
Pedalkoppel I
Pedalkoppel II
Pedalkoppel III
Pedalkoppel IV
Superoctavkoppel I an P
Quintkoppel
Auxilliar an Pedal
Bombardenclav. an Pedal
Seraphon Celesta an Pedal

Fernpedal
Subbaß 16 '
Gedacktbaß 16 '
Octavbaß 8 '


Nebenstimmen
Seraphon Celesta
Cymbelstern

Spielhilfen
Setzeranlage
Principalchor
Gambenchor
Violinenchor
Flötenchor
Forte I
Forte II
Forte III
Handregister
Tutti
Fortissimo
Forte
Mezzoforte
Piano
Pianissimo
Automatisches Pedal III

Automatisches Pedal IV
Manual Rohrwerke ab
Manual Rohrwerke zu
Seraphone zu
Crescendo ab
Forte Fernwerk
Piano Fernwerk
Crescendo ab Fernwerk
Aus Hauptorgel
Aus Fernwerk
Frei Combination schwarz
Frei Combination weiß
Orgelführungen gegen eine angemessene Spende (zur weiteren Wieder- herstellung der großen Marienorgel) können Sie unter der Nummer 02832/9338-43 buchen, für Ihre Familien, Ihren Freundeskreis, Ihren Verein oder Ihr Unternehmen.
Orgelführungen
Disposition
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Orgeln
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Marienorgel Basilika
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Chororgel Basilika
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Kerzenkapelle
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Beichtkapelle
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Hauskapelle

Es war ein langgehegter Wunsch des Unterzeichneten, der seit 1890 Organist an der Wallfahrtskirche ist, für diese Kirche, wohin alljährlich Hunderttausende von Pilgern strömen, eine dementsprechende, mit den mordernsten Mitteln der damaligen Orgelbaukunst ausgestattete Orgel zu erhalten. Wenn auch die im Jahre 1874 von dem Kevelaerer Orgelbaumeister Rütter erbaute alte Orgel für ihre Zeit eine beachtenswerte Leistung darstellte, so drängte doch der gewaltige Fortschritt und Aufschwung der damaligen Orgelbaukunst darauf hin, dass auch für Kevelaer die Zeit gekommen war, für den herrlichen Gottesdienst in seiner Wallfahrtskirche ein würdiges Instrument zu besitzen, das sämtliche Errungenschaften der modernen Orgelbautechnik in sich vereinigte und allen Anforderungen entspräche. Der derzeitige geistliche Chorleiter Felix Achtermann begeisterte sich sehr für die Sache und so konnten wir gemeinsam mit dem Plane an den hochseligen Herrn Prälaten Brockes, den damaligen Pfarrer von Kevelaer herantreten, der unserem Anliegen bereitwillig Gehör verlieh und gerne seine Einwilligung gab. Nachdem nun Orgeln verschiedener Firmen angesehen, geprüft und Kostenanschläge eingefordert waren, wurde dem Orgelbaumeister Ernst Seifert, Köln-Mannsfeld der Auftrag zuteil, Pläne für eine neue große Orgel anzufertigen. Schon damals plädierte Chordirektor Achtermann für eine Vergrößerung der Orgelbühne, um mehr Raum für seinen Chor und Orchester zu bekommen, doch kam die Vergrößerung leider nicht zur Ausführung. Orgelbaumeister Seifert hatte den Plan, das Hauptwerk mit 104 klingenden Stimmen am Ende des Hauptschiffes im Turm aufzustellen, während die Fern- oder Hilfsorgel mit 18 Registern im Seitenschiff über die Sakristei ganz in einen Schwellkasten eingebaut, ihren Platz finden sollte, wo auch ein selbständiger Spieltisch vorgesehen war. Es bestand die Absicht, das Werk ganz nach Seifertschem Membranen-System pneumatisch einzurichten und die Fernorgel dem Hauptwerke elektro-pneumatisch anzuschließen, um das Fernwerk auch von dem Hauptspieltische aus bedienen zu können. Die Disposition (Zusammenstellung der Register) wurde nach Rücksprache mit maßgebenden Fachleuten aufs peinlichste geprüft und zusammengestellt, so dass die Prüfungsstelle bei der bischöflichen Behörde nichts zu beanstanden hatte. Nach diesen Plänen wurde das Werk 1905 in Auftrag gegeben. Das künstlerische Orgelgehäuse wurde vom Baumeister Pickel in Düsseldorf und Kunstmaler Stummel, Kevelaer, entworfen und seine Ausführung den Bildhauern Holtmann und Gebrüder van Bremen, Kevelaer, übergeben. Das Riesenwerk ging 1907 der Vollendung entgegen. Die Abnahme konnte bereits im Juni im Beisein und Mitwirkung hervorragender auswärtiger Orgelkünstler stattfinden. In Fachkreisen wurde allgemein die wundervolle Intonation, die Altmeister Seifert den einzelnen Registern, wie auch dem ganzen Werk als solchem verliehen hatte, anerkannt, nicht zuletzt die abgerundete Wirkung des vollen Werkes, die trotz all ihrer majestätischen Wucht niemals dem Ohre wehe tut.

 

Zum Lobe der Firma muss erwähnt werden , dass das Werk, welches jetzt fast 20 Jahre steht, bei allen Witterungs- und Temperaturverhältnissen stets ungestört funktionierte. Wenn man berücksichtigt, dass wohl selten eine Orgel in so angestrengtem Maße gebraucht wird, wie es in der Wallfahrtskirche der Fall ist, dürfte der Beweis erbracht sein, dass das Prinzip, welches die Firma Seifert mit ihren Membranladen verfolgt, unbedingt richtig ist. Der Umbau der Orgelbühne wurde immer mehr eine dringende Notwendigkeit durch die stete Zunahme der Wallfahrt und die dadurch bedingte Vergrößerung von Chor und Orchester. Der jetzige geistliche Chordirektor Schmäing, ein für das musikalische Leben Kevelaers und besonders der Wallfahrt unermüdlich tätiger Mann, gewann den um das Wallfahrtsleben hochverdienten und weitsichtigen Prälaten Kempkes für eine Vergrößerung der Orgelbühne und der dadurch bedingten Verlegung des Spieltisches. Durch diesen notwendigen Umbau angeregt, machte die Firma Ernst Seifert Söhne Cöln-Kevelaer den Vorschlag, bei dieser Gelegenheit die ganze Orgel, dem Fortschritt im Orgelbau entsprechend, elektrisch umzubauen, um so mehr, als die elektrische Traktur alle Beschränkungen aufhebt, und, was besonders zu betonen ist, es ermöglicht, dem Spieltische Bewegungsfreiheit zu geben, ihn also fahrbar zu machen. Weil gerade die Firma Seifert sich seit Jahren im Bau mit großen elektrischen Orgeln viel Erfahrungen gesammelt hat, so gab Herr Prälat Kempkes, der kein Opfer scheut, um den aus Nah und Fern herbeiströmenden Pilgern den Gottesdienst, der Bedeutung Kevelaers entsprechend, immer mehr zu verschönern, den Auftrag, die Orgel elektrisch umzubauen, den Spieltisch fahrbar zu machen und das III. Manual, welches im Schwellkasten liegt, dem heutigen Stand der Orgeldisposition entsprechend stärker auszubauen. Der fahrbare Spieltisch, ein Kunstwerk für sich, besitzt 4 Manuale mit je 61 Tasten, und ein 2 ½ Octav großes Pedal. Der Spieltisch ladet zu beiden Seiten in halbrunde Bogen aus, wodurch die Register äußerst bequem zu bedienen sind. Jedes einzelne Register lässt sich außer der Registerplatte mit noch 3 freien Kombinationen einstellen. Die Koppeln geben dem Spieler die Möglichkeit, die Manuale unter sich, die einzelnen Register, sowie letztere mit dem Pedal zu verbinden. Besonders schöne Wirkungen lassen sich durch die Melodiekoppel erzielen. Der Spieltisch hat eine ganze Menge fester Kombinationen und Hilfszüge. Die Registrierung der Orgel ist durch die Farbenunterschiede in den Registerplatten und Knöpfen so übersichtlich, dass der Spieltisch trotz seiner 650 Schaltungen mit Leichtigkeit von einem Spieler bedient werden kann. Über dem Pedal ist zunächst die Crescendowalze angebracht, deren Bewegung vom feinsten Pianissimo bis zum größten Forte durch einen Zeiger am Spieltisch angedeutet wird. Neben der Walze liegen 3 Schwelltritte für den Fuß, wodurch sich die hinter den Prospektpfeifen angebrachten Füllungen öffnen und schließen lassen, und so ein an- und abschwellen der einzelnen Register bewirken. Als bemerkenswerte Neuerungen wären noch 10 kleine Trittwalzen, die als Hilfszüge dienen, zu nennen, deren Funktion durch Lichtsignale am Spieltische beobachtet werden kann. Durch die rein elektrische Traktur, welche allein an 20.000 Meter Kabel und 10.000 Kontakte bedingt, wodurch jede Windzuführung zum Spieltisch wegfällt, ist die Ansprache auch äußerst präzise. Das Hauptgebläse steht im oberen Turm und wird von 2 Motoren getrieben, während eine Dynamomaschine den Schwachstrom für die elektrische Traktur liefert. Insgesamt hat die Orgel 10.000 Pfeifen, von denen die größte eine Länge von 10,40 Meter und 50 Zentimeter Durchmesser hat, die kleinste ist 6 Millimeter lang mit einem Durchmesser von 3 Millimeter.

KLÄNGE
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